Ich packe meinen Koffer…

… und was nehme ich bloß mit?

Früher war das mit dem Packen ganz einfach: Alle Lieblingsklamotten auf dem Bett zusammen gefaltet, Taucherbrille, Schminke, Kamera, Pass, Flugticket, fertig. So in etwa. Damals habe ich eine Packliste nur gebraucht, damit ich nicht jedes Mal meine Zahnbürste vergesse. Heutzutage bräuchte ich eigentlich ein Diplom in Logistik um auch wirklich an alles zu denken und vor allem auch nicht zu viel einzupacken. Allein für mein Equipment und den dazugehörigen Kabelsalat bräuchte ich eigentlich einen Handgepäcktrolley in Ryanairgröße. Man möchte ja meinen, ich sei inzwischen schon Meisterin der Sache, aber weder Routine noch die vorgepackten Beutel mit allerlei Kram, die meinen Koffer niemals verlassen, bewahren mich vor der regelmäßigen Verzweiflung.

Und genau so ist es auch jetzt wieder. Morgen geht es nach Thailand und in meinem Kopf befindet sich seit Tagen ein Chaos aus:
„Wieviel Bikinis brauch ich? Schuhe? Mit Absatz? Turnschuhe? Was mach ich mit meiner Jacke? Ich muss weiße Sachen waschen. Hab ich noch alle Medikamente? Brauche ich noch Sonnencreme? Haarnadeln? Mist Freitag ist Feiertag! Ich muss noch meine Festplatte aufräumen… Kameras laden… soll ich ein Buch mitnehmen? Scheiße, ich muss noch meine BahnCard bezahlen. Und Rechnungen schreiben. Pediküre. Was zieh ich auf dem Flug an? Wie funktioniert eigentlich diese GoPro? Wie krieg ich das alles in meinen Backpack? Ich brauch eine Playlist! Wo fahr ich eigentlich genau hin? …“

Dabei war ich diesmal eigentlich ziemlich gut: Ich habe ganze zwei Tage vor Abflug Zeit. Das ist quasi Luxus. Ich kann mich an keine Reise in den letzten zwei Jahren erinnern, vor der ich nicht irgendwann in der Nacht vor Abflug oder am morgen vorher erst hätte anfangen können zu packen. Ich kann mich aber auch an keine Reise in den letzten zwei Jahren erinnern, bei der ich nicht irgendwas vergessen hätte. In Girona war ich komplett ohne Schminke. In Wien hatte ich keine Socken dabei. In Budapest hab ich meinen Bikini vergessen. In Glasgow meinen Card-Reader. In Amsterdam mein zweites Objektiv. In Schweden… Irgendwas ist immer.

Und so orientiere ich mich jetzt an Packlisten von meinen Reiseblogger Freunden und versuche einfach mal am Sonntag nicht ohne Sonnenbrille am Strand zu stehen. Wünscht mir Glück.

 

I’m packing my bags.. but what should i take?

It used to be so easy : All my favorite clothes, folded on top of my bed, diving goggles, make up, camera, passport, ticket – and that was more or less the extent of it. A packing list was only needed to make sure I wouldn’t forget my toothbrush. But today, I feel like I would need some kind of certificate in the logistics of packing to remember everything and anything I might need, but still manage not to overpack. My equipment and the inevitable cable tangle that comes with it alone basically require a ryanair-sized carry-on. One would think by now I should have mastered the art of packing, but not routine nor the pre-packed bags of essentials that never actually leave my suitcase are ever able to save me from desperation.

And that’s exactly where I am now. I’m leaving for Thailand tomorrow and for days there’s been chaos in my head : „How many bikinis do I need? Shoes? With heels? Sneakers? What about a jacket? I need to remember to wash whites. Do I have all the medicine I might need? Sunscreen? Hair pins? Oh no, friday is a holiday so the stores will be closed. I still need to clean up my hard drive.. charge my cameras .. should I take a book? Fuck, I still have to pay for my BahnCard. Pedicure. What am I going to wear on the plane? How does the GoPro work again? And how do I fit all of this in my backpack? I need a playlist! Where exactly am I going again..? „

All this even though this time I was actually pretty good, I had all of two days before I leave! In terms of packing that is luxury. I honestly can’t remember a trip in the last two years where I was able to start packing earlier than the night or morning before departure. I also can’t remember a trip in the last two years where I didn’t forget anything. In Girona, I didn’t have my make up. In Vienna, no socks. In Budapest I had forgotten my bikini. In Glasgow my card reader. In Amsterdam my second lens. In Sweden … there’s always something.

So now, I’m using the packing lists of my fellow travel bloggers as a guide in the hopes that on Sunday I won’t be standing at the beach wishing I hadn’t forgotten to bring my sunglasses. Wish me luck.

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Nina

Designerin, Illustratorin, Fotografin und Flummiweltmeisterin. Mehr Infos über mich und den Blog gibt es hier

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  1. Antworten

    Gesa

    29. März 2013

    Buch: ja! High Heels: Nein. Sonnencreme: Kaufste da 😉 Viel Glück! Und Spaß auch.

    • Antworten

      Nina

      29. März 2013

      Danke!

      (Das mit den Heels war auch ein eher hypothetischer Gedanke. Und dank deiner Wetterprognose habe ich nur sehr wenig Stoff dabei ;))

      • Antworten

        Johannes

        29. März 2013

        ich begrüße das 😉

  2. Antworten

    heike

    30. März 2013

    Ich bin gespannt was dieses Mal fehlt. Und wünsche euch eine tolle Zeit! <3

  3. Antworten

    Liebling nicht jetzt

    3. April 2013

    Ohne Packliste geht bei mir gar nichts mehr. Ich habe eine Grundliste mit Zeugs, das ich immer brauche (Papiere, Lieblingssachen, Kosmetik etc) und dann kommen da die Extras je nach Destination hinzu. Um Platz und Gewicht zu sparen habe ich drei fundametale Tipps: http://www.liebling-nicht-jetzt.de/bescheidenes-packen-3-tipps/.
    Viel Spaß in Thailand!

  4. Antworten

    planettrekker

    28. April 2013

    Um den Kabelsalat zu vermeiden, habe ich mir einen kleinen USB-Hub besorgt. Damit kann ich den Großteil meiner „Unterhaltungselektronik“ (mp3-Player, Smartphone, …) mit Strom versorgen. 🙂

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