Damals, vor Instagram

Manch einer möchte auf den ersten Blick denken: „Schonwieder der gleiche Instagram-Scheiß“. Dem geschulten Auge aber wird vielleicht auffallen, dass es sich hierbei tatsächlich um Scans von echten Negativen handelt. Um genau zu sein, sind das meine frühen Schritte, damals 2003 mit meiner Pouva Start, einer alten Ost-Rollfilmkamera. Bei dem Ding muss man das Plastik Objektiv erst einmal rausschrauben, Sonne oder Wolken einstellen und den Film zurechtrücken, bevor man auf den mechanischen Auslöser drückt. Und gerade weil man das Ergebnis nicht direkt sieht, man erst auf die Entwicklung warten und unter Umständen die Negative mühsam einscannen muss, ist jedes einzelne Bild wie ein kleiner Schatz. Auch wenn ich aus beruflichen Gründen heute fast nur noch digitale Fotos mache, ist das Analoge für mich immer noch das echte, bewusste Fotografieren. Und da das hier bisher irgendwie zu kurz gekommen ist, läute ich hiermit eine weitere Serie ein: „Damals, vor Instagram„. Damit möchte ich keineswegs sagen, dass Instagram schlecht und digitale Fotografie böse ist, nein, ich möchte nur einen Platz für kistenweise Schätze schaffen, die unter meinem Bett so schlummern.

Übrigens, schaut auch mal bei „Pieces of Berlin“ vorbei, einem analogen Fotoblog über Berlin, den ich durch die Nominierung in der selben Kategorie bei einem Blogaward wiederentdeckt habe.

 

Some might think: „Again, same Instagram-shit“. But some might actually notice, that these are real scans of real photos. To be exact, these represent my early steps, back in 2003 with a Pouva Start, an old East-German roll film camera. Before taking a picture you’ll need to unfold the lens and chose between sun and cloudy. And just because you don’t see the final picture seconds after taking it, but need to wait a couple of days, every picture is just like a little treasure. Even though, due to professional reasons, I mainly shoot digital now, shooting on film is the real, sensible art of photography for me. And this is why I introduce you to a new series on the blog called „Damals, vor Instagram“ („Back then, before Instagram“). I don’t want to say Instagram, or digital photography is bad, no, I just want to create a place in the spotlight for all those treasures, hidden under my bed.

By the way, take a look at „Pieces of Berlin„, a wonderful blog that I just rediscovered, because its nominated in the same category as me in a blog award contest.

 

Schlagwörter: ,

Nina

Designerin, Illustratorin, Fotografin und Flummiweltmeisterin. Mehr Infos über mich und den Blog gibt es hier

Das könnte auch was für dich sein

Hinterlasse einen Kommentar