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6 illustre Dinge, die ich an der Emilia-Romagna mag

By 8. Juni 2015 Illustration, Travel

„Emilia-Romagna? Wo ist denn das?“ ist die Reaktion gewesen, als ich vor ein paar Wochen nach Italien fuhr. Die Region rund um Bologna ist den meisten Deutschen nicht geläufig – man kennt die Toskana, Südtirol, Umbrien, die Lombardei und vielleicht noch Piemont (Mon Cherie, anyone?). Dabei beherbergt die Emilia-Romagna nicht nur Badeorte wie Rimini an der Adriaküste, bekannte Automarken und die Formel 1 Hochburgen in Imola und Maranello, sondern auch die meisten bekannten italienischen Produkte stammen aus der Region. Außerdem machte ein gewisses Lied über die Hauptstadt letztes Jahr die Runde.

Die Region Emilia-Romagna ist berühmt für Parmiggiano, Prosciutto, Lambrusco - aber auch für schnelle Autos und hübsche kleine Dörfer.

Um mal ein bisschen weitere Aufklärung zu betreiben, gibts hier jetzt mal meine 6 Dinge, die ich an der Emilia-Romagna mag:

 

Produkte aus der Emilia-Romagna

1. Kulinarische Berühmtheiten

Ich habs gerade schon angedeutet – aus der Emilia-Romagna stammen die bekanntesten Gaumenfreuden Italiens: Prosciutto di Parma? Genau, aus Parma. Ebenso wie der echte Parmigiano Reggiano – der Parmesan, der nur in der Region mit Markensiegel heranreifen darf. Aus Modena stammt der nach jahrhundertealter Tradition hergestellte Balsamicoessig. „Balsamico Traditionale di Modena“ muss drauf stehen, sonst ist es kein echter Balsamico. Bitte merken! Und zu guter letzt: Lambrusco. Mit der beliebten Pizzabestellungsbeigabe verbinden wir Deutschen eigentlich nur eins: Kopfschmerzen. In der italienischen Wirklichkeit ist Lambrusco aber ein Kohlensäure haltiger Qualitätswein, den man sich am Besten eiskalt hinter die Binsen kippt. Lecker!

 

Gnocco Fritto Antipasti

2. Gnocco fritto

Bleiben wir beim Essen: Schonmal von Gnocco fritto gehört? Ich bis vor kurzem nicht. Was für eine enorme Bildungslücke!! Kaum hatte ich eins der frittierten Teig-Antipasti in Pavarottis Lieblingsrestaurant „Europa 92“ probiert, konnte ich meine Finger wortwörtlich nicht von dem salzig-hefigen Gebäck lassen. Es ist wie mit einer Tüte Chips oder einem Teller guter Oliven -man hört erst auf, wenn auch der letzte Krümel verschwunden ist… Ein Rezept habe ich hier entdeckt. Falls es jemand ausprobiert, bitte eine Lieferung an mich!

 

 

emiliaromagna-doerfer

3. Kleine italienische Dörfer

Schon bei meinem allerersten Besuch in Italien, habe ich mich in die vielen kleinen pittoresken Dörfer verliebt. Bunt, verschlafen und gleichzeitig lebendig und natürlich unglaublich italienisch. Deshalb habe ich mich auch in der Emilia-Romagna am liebsten in Orten wie Nonantola in kleinen Gassen herumgetrieben, auf der Suche nach #notmynonnis und Ugly-Pretty-Motiven. Stundenlang könnte ich hier bei einem Cappuccino sitzen und das je nach Uhrzeit ruhigere oder dollere Treiben beobachten: Kinder beim Ballspielen, Opis beim Diskutieren und Mamas beim Einkauf von frischem Obst und Gemüse und vielleicht kommt auch noch kurz ein hübscher Mann im Fiat 500 vorbei.

 

Wäscheleinen in der Emilia-Romagna

4. Wäscheleinen

Kommen wir direkt zum nächsten Lieblingsfotomotiv: Wäscheleinen. Nirgendwo findet man sie so oft, wie in Italien. Schreiend bunt oder rein Weiß mit feinsten Rippenschlüppis hängt die Wäsche vor, zwischen oder über den Häusern der Region und geben im goldgelben Sonnenlicht das perfekte Model.

 

Ferrari Museum Modena Maranello

5. Ferrari Museen

Autos sind vermutlich nicht unbedingt Jedermanns Thema, wenn es um Urlaubsprogramm geht. Für mich als kleinen Formel 1 Fan sind die Ferrari Museen in Modena und Maranello allerdings auf jeden Fall einen Besuch wert. Wunderhübsche Oldtimer bewundern? Check. Einen Renn-Simulator fahren, inklusive Ausflug in die Bande? Adrenalin vorprogrammiert. In der Boxengasse gegeneinander im schnellen Reifenwechsel antreten? Haushoch verloren. Nächstes Ziel? In einem gelben 348 Spider über die Rennstrecke in Maranello brettern.

 

Palazzos in der Emilia-Romagna

6. Palazzos

Italien ist bekannt für seine pittoresken Herrenhäuser. Besonders tolle Fresken mit optischen Täuschungen, unglaublich skurrile Gemälde und verzerrende Wandspiegel findet man im barocken Palazzo Ducale in Sassuolo, einem kleinen Städtchen, das für seine Porzellanmanufakturen bekannt ist. Beim durchwandern des Gebäudes möchte man sich am liebsten sofort in ein Rokoko Kleid schmeißen und im Ballsaal Pirouetten drehen, bis einem ganz schwindelig wird.

 

Und sonst?

Und weil mein letzter Besuch in der Emilia-Romagna viel zu kurz war, gehts heute für mich wieder los. Eine Woche „Blogville“ in Bologna, in der Mission diese Liste auf 10 aufzustocken, die beste Street Art der Region aufzuspüren und ein großes Gelato nach dem anderen zu verspeisen. Mitverfolgen könnt ihr das wie immer auf Facebook, Instagram und Twitter.

Jetzt interessiert mich natürlich noch, welche Dinge ihr besonders an der Emilia-Romagna oder Italien allgemein mögt und ob ihr noch den einen oder anderen Tipp für mich habt!

herzen

PS:

Alle 6 Punkte kann man übrigens wunderbar mit dem Bus abklappern und dabei aussteigen wo man Lust hat. Discover Ferrai and Pavarotti Land heißt der Pass und bringt einen von Bologna zu den besten Winzern, Balsamico und Parmigiano Herstellern, den Museen und natürlich den Städten Nonantola, Modena und Maranello.

 

Mein letzter Besuch in der Emilia-Romagna war Teil des Discover Ferrari & Pavarotti Land Projekts, einer Kooperation zwischen Emilia-Romagna Tourismus und iambassador.

 

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9 Comments

  • Reply hin&weg 8. Juni 2015 at 15:21

    unser absolutes Lieblingsreiseziel. Ein „muß“ zum probieren sind Piadine mit Rucola, Parmaschinken, Mozerella und Tomate.
    …und falls du mal reisetechnische Unterstützung brauchst – ich bin dabei * händereib*

    • Reply Nina 8. Juni 2015 at 18:55

      Das klingt super, Sylvia! Da werde ich gleich mal auf die Suche gehen! Unterstützung hab ich in Form von zwei lieben Blogger-Mitbewohnerinnen 🙂

    • Reply auch Nina 13. Juli 2015 at 23:43

      Ein toller Artikel! 🙂 Ein kleiner Insider ist das Clown&Clown Festival in dem Dörfchen Monte San Giusto. Eine sehr lustige und verrückte Angelegenheit. Ich bin mal ganz durch Zufall am Abend dort gelandet.

  • Reply Kerry 19. Juni 2015 at 14:41

    Hallo Nina,
    ich bins nochmal. Und zwar muss ich zugeben, das mich dein Job ziemlich interessiert und ich dir gerne ein paar Fragen dazu stellen würde, wenn das irgendwie möglich wäre außerhalb deines Blogs. Wäre super, wenn sich das einrichten lassen würde.
    Lg, Kerry.

    • Reply Nina 19. Juni 2015 at 15:07

      Hey Kerry,
      freut mich, dass du dich dafür interessierst. Wenn du magst, schick mir doch eine Nachricht über das Kontaktformular. Ich kann dir allerdings leider nicht versprechen, wann ich dir antworte, da ich zur Zeit viel zu tun habe.

      Liebe Grüße!

  • Reply Mela | individualicious 20. Juni 2015 at 12:41

    Ein toller Bericht, Nina. Nicht nur, aber vor allem auch wegen der gestalterischen Umsetzung <3

    • Reply Nina 20. Juni 2015 at 13:25

      Danke, liebe Mela! <3

  • Reply Sabine 29. Juni 2015 at 15:07

    Liebe Nina,
    schöner Bericht! Da bekommt man gleich Lust auf Italien. Wir waren vor kurzem in der Toskana! Dort liebe ich die bezaubernden Landschaften und das wundervolle Essen! In ganz Italien kann man aber eigentlich in Bezug auf Essen nicht so viel falsch machen 🙂
    Liebe Grüße, Sabine

  • Reply Agriturismo 26. Mai 2017 at 13:53

    Ja, Emilia Romagna gehört nicht zu den beliebtesten Regionen Italiens, aber meiner Meinung nach ist sie wirklich schön und verdient mehr Anerkennung.

    Anmerkung: Werbelink entfernt

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